Bonitätsprüfung Onlineshop

Kreditprüfung Online-Shop

Der Einsatz von Bonitätsprüfungen im Online-Shop - mit Rechtssicherheit . Dazu müssen Sie im OnlineShop nur geringfügige Anpassungen vornehmen. Sprung zu Prüfen Sie die Bonität Ihrer Kunden? Es werden keine (auch keine versteckten) Bonitätsprüfungen durchgeführt! Kontrollieren Sie die Zahlungsarten im Checkout nach Bonität:  

Bonitätsprüfung: Wie können Online-Händler die Kreditwürdigkeit ihrer Kundschaft rechtlich sicher prüfen?

Zahlreiche Verbraucher wollen die Waren zuerst prüfen, berühren und ihre Güte prüfen, bevor sie dafür büßen. Diese Anforderung kann der Anbieter im Stationärhandel risikolos erfüllen, die Anbieter von Online-Shops müssen dies jedoch im Vorfeld tun. Aber auch unter den Abnehmern gibt es die schwarzen Lämmer, die trotz des Wareneingangs nicht zahlt.

Zur Absicherung des Zahlungsausfallrisikos wird daher von vielen Shopbetreibern eine Bonitätsprüfung durchgeführt. Nachfolgend finden Sie heraus, welche besonderen gesetzlichen Anforderungen Online-Händler bei der Bonitätsprüfung zu berücksichtigen haben. Der Vorteil für den Käufer liegt auf der Hand: Er kann die Waren zunächst inspizieren und prüfen und letztendlich in aller Ruhe darüber befinden, ob er die Waren aufbewahren und dafür zahlen will.

Der Shop-Betreiber hat jedoch das größte Risiko mit dieser Zahlungsart. Die Bonitätsprüfung hilft dem Online-Händler daher, den Käufer und vor allem seine Bonität kennen zu lernen. Im Rahmen einer Bonitätsprüfung werden die zur Bonitätsprüfung erforderlichen persönlichen Angaben (wie Vor- und Zuname, Adresse, Geburtsdatum) an ein autorisiertes Vertragsunternehmen (z.B. BillPay) oder unmittelbar an eine Kreditauskunftei (z.B. SCHUFA) weitergegeben.

Mit Hilfe von so genannten Scoringverfahren lassen sich Aussagen über das künftige Zahlungsmoral des Auftraggebers treffen. Der Scoringprozess ist ein mathematisch-statistischer Prozess, bei dem eine große Anzahl von Bonitätsmerkmalen untersucht und bewertet wird. Zeigt das Ergebnis, dass der Käufer gewisse Grenzwerte überschreitet, kann dies zur Ablehnung einer Zahlungsart mit hohem Ausfallsrisiko ( "Kauf auf Rechnung") führen. 2.

Eine Shopbetreiberin, die Daten wie Vor- und Zuname, Adresse und Geburtstag an eine Kreditauskunftei weitergibt, bedarf daher immer der Zustimmung des betreffenden Teilnehmers. Im BDSG ist in 28 Abs. 1 Nr. 2 eine Ausnahmeregelung vorgesehen, wenn der Kaufmann ein so genanntes legitimes Recht an der Verarbeitung der Daten hat.

28 Abs. 1 Nr. 2 BDSG bestimmt, dass "die Erhebung, Speicherung, Veränderung oder Übermittlung von personenbezogenen Informationen oder deren Verwendung zur Erreichung eigener geschäftlicher Zwecke erlaubt ist", "soweit dies zur Wahrnehmung der berechtigten Belange des Betreffenden notwendig ist und kein Anlass zu der Vermutung gibt, dass das berechtigte Recht des Betreffenden auf den Ausschluß der Datenverarbeitung oder Datennutzung vorkommt.

"Ein Kaufmann hat ein so begründetes Recht auf Informationsverarbeitung, z.B. "wenn er Vorauszahlungen leistet, z.B. beim Auktionskauf. Eine Bonitätsprüfung kann daher auch in diesem Falle ohne Zustimmung des betreffenden Auftraggebers datenschutzrechtlich möglich sein. Für die anderen Zahlungsmöglichkeiten hängt das Zustimmungserfordernis auch davon ab, ob der Shop-Betreiber Vorauszahlungen leistet oder nicht.

Beim Zahlweg Vorauskasse erfolgt keine Vorauszahlung, so dass kein begründetes Interesse an einer Bonitätsprüfung des Bestellers angenommen werden kann. Hierfür ist die Zustimmung der betreffenden Person erforderlich. Erfolgt die Belastung der Karte erst nach Auslieferung, besteht aufgrund der Vorauszahlung des Vertragshändlers ein legitimes Datenverarbeitungsinteresse.

Bei einer Abbuchung vor Auslieferung ist kein vorrangiges legitimes Eigeninteresse des Shopbetreibers zu akzeptieren. In diesem Falle muss der Kaufmann die Zustimmung des Bestellers eingeholt haben, bevor er die Angaben an die Kreditauskunftei übermittelt. Bonitätsprüfungen werden oft schon durchgeführt, bevor der Debitor einen Zahlweg gewählt hat. Wenn die Bonitätsprüfung zeigt, dass der Käufer gewisse Grenzwerte überschreitet, kann er im folgenden Auftragsschritt nur die Zahlungsmöglichkeiten wählen, für die der Shop-Betreiber nicht zur Vorauszahlung verpflichtet ist.

Eine solche verborgene Echtzeit-Kreditprüfung bedarf immer der ausdrücklichen Zustimmung des betreffenden Teilnehmers. Von dem in 28 Abs. 1 Nr. 2 BDSG genannten Zustimmungsgrundsatz wird in diesem Falle abgesehen. Weil zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar ist, welche Zahlungsart der Käufer gewählt hat und ob der Verkäufer überhaupt im Voraus bezahlen muss.

Möglicherweise beschließt der Käufer auch, den Bestellprozess zu stornieren. Das berechtigte Interesse des Shop-Betreibers an der Verarbeitung der Daten ist daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesichert. Wie kann ein Shop-Betreiber die erforderliche Zustimmung erwirken? Wenn der Shop-Betreiber eine Bonitätsprüfung vornehmen möchte, bevor der Käufer die Zahlungsart gewählt hat, ist ein Ankreuzfeld mit einem klaren Zustimmungstext besonders geeignet.

In der Einwilligungserklärung ist der exakte Wortlaut und Geltungsbereich der Zustimmung klar anzugeben. Ferner ist der Besteller darauf hinzuweisen, dass er die Zustimmung zur Verwendung seiner Angaben für die Bonitätsprüfung für die Zukunft widerrufen kann. Ist eine Bonitätsprüfung nur dann durchzuführen, wenn der Käufer "Kauf auf Rechnung" als Zahlungsmethode gewählt hat, ist die Zustimmung des betreffenden Käufers wegen des "berechtigten Interesses" des Anbieters an einer Bonitätsprüfung nicht erforderlich.

Ein Kontrollkästchen muss der Shop-Betreiber daher nicht auf seiner Website einbauen. Aber auch in diesem Falle muss der Auftraggeber in der Datensicherheitserklärung über das Bonitätsprüfungsverfahren und die damit verbundene Datenbearbeitung offengelegt werden. Die Zustimmung des Bestellers zur Bonitätsprüfung ist nur dann nicht notwendig, wenn der Verkäufer einer Vorauszahlungsverpflichtung unterliegt (z.B. bei Rechnungskauf).

Bezahlt der Gewerbetreibende nicht im Voraus oder möchte er die Bonitätsprüfung vornehmen, bevor der Auftraggeber die Zahlungsweise gewählt hat, bedarf er der ausdrücklichen Zustimmung des Auftraggebers. Die Klärung des Bonitätsprüfungsverfahrens in einer Erklärung zum Datenschutz ist jedoch ungeachtet dessen nötig, ob die Zustimmung des Auftraggebers für eine Bonitätsprüfung oder nicht.