Schufa Eigenauskunft

Selbstanzeige Schufa

Über die Schufa informieren sich Makler und Vermieter über das Zahlungsverhalten. Die Einholung der SCHUFA-Informationen der Arbeitnehmer durch die Arbeitgeber verstößt gegen das BDSG. Rechtstipps und Rechtsnews zum Thema Schufa-Informationen. Hier finden Sie aktuelle und wichtige Beiträge rund um die Schufa nach Relevanz sortiert und geordnet. Informieren Sie sich bei Schufa, Creditreform, Bürgel, Infoscore oder SAF/Accumio?

Schufa-Information: Kann Selbstauskunft teuer sein? - Deutschlandkonzert Berlin & Potsdam

Hatte die BZ am 6. Februar 2010 in einem Artikel gemeldet, dass die Schufa AG ab dem 1. April 2010 auf Wunsch einmal im Jahr unentgeltlich Auskunft über die dort abgelegten Informationen geben wird, so lautet dies in der Bildzeitung am selben Tag ganz anders. Unter dem Titel "Schufa-Informationen werden bald wesentlich teurer" meldete die bildzeitung.

Die Tageszeitung DIE WELT verwies ebenfalls auf den BILD-Artikel und berichtet unter dem 8. Februar 2010, dass die Kosten für persönliche Informationen von 7,80 auf 18,50? anstiegen. Was unternimmt die Schufa Gruppe? Die Schufa hält zur Zeit ( (Stand: 9. Februar 2010) 15,60 EUR für "Schufa-Informationen online" und 7,80 EUR für eine geschriebene "Schufa-eigene Information".

Zusätzlich können die Aufwendungen für die Ermittlung der so genannten Branchenscores anfallen, die nicht in den "Schufa-eigenen Informationen" inbegriffen sind. Die Schufa Gruppe hat nach eigenen Informationen im Jahr 2008 1.324.032 eigene Berichte erstellt. Die Schufa Gruppe behauptet, im Jahr 2008 einen Umsatz von 94,7 Mio. erzielt zu haben, der die reinen Erlöse aus eigenen Informationen einbezieht.

Die Bundesdatenschutzgesetze sichern jeder natürlichen oder juristischen Person einen rechtlich durchsetzbaren Auskunftsanspruch über die über sie erhobenen personenbezogenen Informationen zu. Grundsätzlich müssen diese Informationen gemäß dem Wortlaut des Gesetzes kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ausnahmen bestehen nur, wenn die betreffende Partei die personenbezogenen Informationen "gegenüber Dritten zu kommerziellen Zwecken" verwenden darf. Die Schufa Holdinggesellschaft AG geht davon aus, dass man eigene Informationen für wirtschaftliche Zwecke ausnutzen kann.

Dieses Verfahren wurde jedoch bereits 1999 vom LG Berlin abgelehnt und die Kreditauskunftei zur Rückzahlung von 6 EUR an einen Antragsteller verurteilt, da die Gebühr für die personenbezogenen Daten, soweit dies sachlich möglich ist, nur die tatsächlichen entstandenen Aufwendungen decken darf (LG Berlin, Urt. v. 14.01.1999 - 14 O 417/97).

Oft wird dem widersprochen, dass es auch eine Entscheidung des Landgerichts Aachen vom 29. Januar 2003 (Az. 82 C 344/02) gäbe, das der Kreditauskunftei damals den gesamten Umfang der personenbezogenen Daten zuerkannt hatte. Seit dem 01.04.2010 hat der Gesetzgeber die Frage der Zahlungspflicht für personenbezogene Daten erneut gestellt.

F. Die betreffende Person kann nun immer einmal im Jahr kostenlose persönliche Informationen in schriftlicher Form anfordern. Für weitere Informationen kann nun nur noch eine Gebühr erhoben werden, und zwar nur dann, wenn die betreffende Person die Informationen gegenüber Dritten zu kommerziellen Zwecken auswerten kann. Sofern jedoch ein zweites Auskunftsersuchen im aktuellen Jahr ausschließlich der gesetzlichen Prüfung der Korrektheit der gespeicherten Informationen dienen soll, sind dies Privatangelegenheiten, die im Prinzip keine Kostenverpflichtung aufwerfen.

Auch die zweite oder dritte Information ist in diesem Falle unentgeltlich. Was unternimmt die Schufa Gruppe? Die Schufa AG gab in einer Pressemeldung bekannt, dass die Konsumenten "einmal im Jahr eine kostenlose Übersicht über die schriftlichen Daten bekommen können" und bestätigte damit die neue Gesetzeslage. Daten können jedoch nach wie vor über das Internet-Portal der Schufa Holding AG "gegen Entgelt" eingesehen werden.

Die Schufa hält das Recht auf unentgeltliche Information einmal im Jahr für unumgänglich. Manche Wirtschaftsauskunfteien berechnen aus den Meldedaten einen oder mehrere Kreditwürdigkeitswerte, den so genannten Punktestand. Nur wenn alle über eine bestimmte Personen bezogenen Informationen enthalten sind, sind diese vollumfänglich erfüllbar. Daher müssen natürlich auch Angaben zu allen Score-Werten gemacht werden.

Bei der Schufa Holdinggesellschaft AG handelt es sich derzeit zum einen um die Score-Werte nach Sektoren und zum anderen um die sogenannte Basisbewertung. Es wäre nicht zulässig, wenn persönliche Angaben nicht in den unentgeltlichen Informationen stehen, aber dennoch in den entgeltlichen Informationen sind. Zudem gibt es ab dem 01.04.2010 ein erweitertes Auskunftsrecht, d.h. die Wirtschaftsauskunftei muss nun auch die Basis der Score-Berechnung offen legen.

Die Datenerhebung beim Kreditantrag erfolgt durch: smava GmbH Kopernikusstr. 35 10243 Berlin E-Mail: info@smava.de Internet: www.smava.de Hotline: 0800 - 0700 620 (Servicezeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-15 Uhr) Fax: 0180 5 700 621 (0,14 €/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min) Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Alexander Artopé (Gründer), Eckart Vierkant (Gründer), Sebastian Bielski Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RStV: Alexander Artopé Datenschutzbeauftragter: Thorsten Feldmann, L.L.M. Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, Berlin Registernummer: HRB 97913 Umsatzsteuer-ID: DE244228123 Impressum